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Ilha Grande – Pirateninsel mit endloslangen Traumstränden

Ilha Grande

Ilha Grande

Jahrhunderte lang lebten auf Ilha Grande die Tupinambá-Indianer, deren Pfade auch heute noch bei Wanderungen benutzt werden. Obwohl die Portugiesen die Insel schon 1502 entdeckten, begann die eigentliche Erschließung erst zwischen 1725 und 1764. Bis dahin war die Insel bevorzugter Zufluchtsort europäischer Piratenschiffe und Korsaren, die sich mit den Einheimischen und Kolonisten erbitterte Kämpfe lieferten. Von 1903 bis 1994 diente die Insel fast ausschließlich als Gefängnissitz. Das berüchtigte Cândido-Mendes-Zuchthaus machte sich vor allem unter der brasilianischen Militärdiktatur einen Namen.

Die ehemalige Pirateninsel ist heute ausgewiesenes Naturschutzreservat mit einer atemberaubenden Anzahl an Traumstränden. Hervorzuheben sind hier insbesondere die Praia Dois Rios und die direkt an der Südseite gelegene Praia de Lopes Mendes. In dieser noch natürlich anmutenden Umgebung leben Affenarten wie der Brüllaffe, Papageien, Wasserschildkröten und Schmetterlingen. Vom 982 m hohen Pico do Papagaio lassen sich ab und zu einige Schulen der Guyana-Delfine beobachten. Im klaren türkisblauen Wasser tummeln sich zahlreiche farbenprächtige Fische, Korallen, Schwämme, Seesterne, Seeigel, Quallen und Tintenfische – ein absolutes Paradies für Unterwassersportler, die bei ihren Tauchgängen auch gern das ein oder andere Schiffswrack nach Piratenschätzen untersuchen.

Die einstig so gepriesene Ursprünglichkeit der Insel musste jedoch mit den Jahren dem Tourismus weichen. Zwar zwingen strenge Naturschutzbedingungen die Einheimischen sich an gewisse Regeln zu halten, trotzdem entstehen mancherorts immer mehr kleinere Pensionen und Hotelanlagen. Allerdings sind auf der Insel selbst keine Autos erlaubt; um schnell von A nach B zu gelangen, eignen sich entweder die verschlungenen Wege durch die dichten Tropenholzwälder oder die Direktverbindung mit dem Boot.

Karte Ilha Grande