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Die brasilianische Liga

Im Land selbst gibt es eine Reihe von Fußballmeisterschaften, die nicht nur Millionen Fans anziehen, sondern immer wieder neue Fußballtalente ans Licht bringen und fördern. Allerdings behält kaum einer die Übersicht zu den einzelnen Modi und ihrer zeitlichen Abfolge. Ursache für das Durcheinander ist die Vielzahl an Meisterschaften und die sich ständig ändernden Reglements der einzelnen Wettbewerbe. Die wichtigsten Turniere sind die lokalen „Campeonatos“ in den einzelnen Bundesländern, die brasilianische Liga „Campeonato Brasileiro“ und der brasilianische Pokal „Copa do Brasil“.

Copa do Brasil

Die Copa do Brasil ist der „Brasilien-Pokal“ und vom Austragungsmodus vergleichbar mit dem deutschen DFB-Pokal. Jährlich wird im K.O.-System von den 64 Fußballvereinen aus den 26 Bundesstaaten und dem Distrito Federal der Pokalsieger ermittelt. An der 1989 eingeführten Pokalmeisterschaft, die jeweils in der ersten Jahreshälfte stattfindet, nehmen alle Gewinner der Fußballmeisterschaften der brasilianischen Bundesländer (Torneios estaduais) teil.

Campeonato Brasileiro de Futebol

Bei diesem Turnier handelt es sich um die nationale Meisterschaft, die mit der deutschen Bundesliga vergleichbar ist. Der Titel „Brasilianischer Fußballmeister“ wird einmal im Jahr verliehen. Jede Mannschaft spielt einmal gegen jede. Aufgrund der vielen Teams, momentan 26, werden keine Rückrundenspiele ausgetragen. Nach Beendigung der Ligaspiele wird der Meister im K.O.-System ermittelt. 2005 wurde die Anzahl der Teilnehmer auf 20 Mannschaften reduziert, die nun in einem regulären Ligabetrieb ohne Playoffs mit Hin- und Rückrunde den Meister ermitteln. Auch sind Fragen wie Auf- und Abstieg nunmehr eindeutig beantwortbar. Die letzten vier steigen in die Série B ab, die wiederum nach dem Muster der Série A die vier Aufsteiger ermittelt. Außerdem gibt es noch die Série C und D.

Torneios estaduais

Jedes der 27 brasilianischen Bundesstaaten führt im ersten Halbjahr seine eigene Meisterschaft durch. Einige Turniere wie das „Campeonato Carioca“ (Rio de Janeiro) und das „Campeonato Paulista“ (São Paulo), werden schon seit dem Anfang des 20. Jahrhunderts ausgetragen und locken Hunderttausende Fans in die Stadien. Die „Torneios estaduais“ sind Schauplatz einiger der wichtigsten und weltbekannten klassischen Duelle. Das „Campeonato Rio – São Paulo“ weist eine Besonderheit auf, weil hier, wie der Name schon sagt, nur die beiden besten Mannschaften teilnehmen dürfen. Das Turnier wird nach dem K.O.-System gespielt.

Copa Libertadores

Anzumerken ist noch, dass die Sieger des „Campeonato Brasileiro“ und der „Copa do Brasil“ sowie 4 weitere Teams an der „Copa Libertadores“ teilnehmen dürfen. Dieses Turnier bestreiten die besten Mannschaften Südamerikas. Der Südamerikameister spielt dann in Tokio mit dem Gewinner der europäischen Champions League um den Weltpokal. Zusätzlich tragen jedes Jahr alle brasilianischen Weltpokalsieger (momentan vier) einen eigenen kleinen Vergleichswettbewerb aus, um auch hier festzustellen, wer der wahre Champion ist.

„Federação Brasileira de Sports“

Brasiliens Fußballverband CBF wurde am 8. Juni 1914 unter dem Namen „Federação Brasileira de Sports“ gegründet und trat 1923 der FIFA bei. Am 24. September 1979 änderte man den Namen in die heutige Bezeichnung „Confederação Brasileira de Futebol“ (CBF). Der brasilianische Fußball-Bund investiert von Jahr zu Jahr mehr in den Sport im Land. Das soziale Engagement drückt sich vor allem in der Errichtung der vielen Fußball-Schulen aus, welche vom Instituto de Assistencia ao Futebol Brasileiro (IAFB) unterhalten werden. Brasilien zählt heute ca. 11.100 Vereinsspieler, 800 Fußball-Clubs und mehr als 2.000 Spieler, die im In- und Ausland aktiv sind.