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Jaguare, Rio und Strand

Ein unglaublich beeindruckendes Erlebnis, einen Jaguar in freier Wildbahn zusehen...In São Paulo tauchten wir in die brasilianische Welt ein. Eine Hochhauswüste, die tatsächlich nur denjenigen Spaß bereitet, die genau wissen was sie sehen wollen und einen entsprechend ortskundigen Reisebegleiter an ihrer Seite haben. Da wir dieses Glück hatten, konnten wir auch die schönen Seiten São Paulos sehen, mit großartigen (sehr untouristischen) Märkten, tollen Parks und interessanten Museen.

Welcome to Brazil! São Paulo, eine riesige Hochhauswüste… …mit grandiosen Märkten, die allerhand Früchte…

Dann ging es mit dem Auto weiter nach Juquehy, einem kleinen Örtchen bei São Sebastião. So winzig, dass es nicht einmal auf der Karte steht! Dementsprechend ruhig war es auch dort, das Wetter hat zwar nicht wie gewünscht mitgespielt, aber das tolle Hotel bot vielerlei Alternativangebote für Regen. Von dort ging es mit dem Auto über Ubatuba und Paraty weiter zu meinem heiß ersehnten Ziel; Rio de Janeiro.

Ein ausgesprochen charmanter Straßenkünstler in Paraty Der kolonialistische Stil lässt sich nicht verleugnen. Paraty

Rio ist einfach unglaublich! Die Stadt ist durchzogen von Hügeln, neben dem weltberühmten Corcovado mit seiner Christus-Statue und dem ebenso berühmten Zuckerhut, gibt es noch jede Menge anderer Berge, die Rio einen einmaligen Charme geben. Hier durfte ich auch meinen Geburtstag feiern, eine Kokosnuss an der Copacabana schlürfen und Abends Zouk und Samba tanzen, daran könnte ich mich gewöhnen! Abgesehen von den vielen spannenden Sehenswürdigkeiten, sind die Brasilianer auch einfach ein unheimlich liebenswerte Menschen. Wenn man kein Portugiesisch spricht, verständigt man sich eben mit Handen, Füßen und Zeichensprache 😉 Nach vier Tagen von Rio Abschied zu nehmen viel mir wirklich sehr schwer, wobei nun ein ganz besonderer Teil unserer Reise auf uns zukam!

Die wohl berühmteste Christus Statue der Welt steht in Rio. Der Zuckerhut in voller Pracht internationale Fanmeile

Wir sind ins Pantanal geflogen, einem riesengroßen, größtenteils unter Naturschutz stehenden Gebiet im Mato Grosso, in Brasilien. Das Besondere an diesem Fleckchen Erde ist, dass es regelmäßig zur Regenzeit überschwemmt wird. Ein halbes Jahr lebt die Flora und Fauna in einer wüstenartigen Dürre, die andere Hälfte stehen sie unter Wasser. Dementsprechend musste sich die Natur an diese Begebenheiten anpassen, was sie mit einer beeindruckenden Vielfalt auch getan hat. Während der Trockenzeit sieht man besonders viele Tiere, was auch unseren Reisezeitraum mitbestimmt hat.

Unser Begrüßungskomitee auf dem Weg ins Pantanal Auf der Frühpirsch am ersten Morgen… …lief uns direkt ein Ameisenbär über den Weg!
Das Pantanal, ein Traum für jeden Ornithologen und Vogelliebhaber! Auf dem Weg zu unserer Jaguartour konnten wir früh morgens im Dickicht auch diesen jungen Tapir beobachten. Er gab uns für dieses Foto nicht viel Zeit;) Riesenotter im Rio Cuiabá. Doch wir warten immernoch sehnsüchtig auf die Sichtung der ersten Großkatze…
…und da war sie endlich!! Erst versteckt im Dickicht… Auch Schlangenhalsvögel präsentieren sich in voller Größe Und auf das Bild dieses Hyazintharas bin ich ganz besonders stolz!

Direkt am ersten Tag sahen wir einen großen Ameisenbären, Hyazintharas, Jabirus und jeder Menge Kaimane. Mein persönliches Highlight war aber die Jaguar-Safari. Schon auf der Hinfahrt liefen uns ein Tapir und eine Anakonda über den Weg. Na wenn das so weiter geht… Zu Beginn der Bootsfahrt sahen wir ganz viele verschiedene Vögel und Affen, Kaimane und Fische, aber nicht die heiß ersehnten Raubkatzen. Auf einmal erblickte unser Guide aber eine größere Ansammlung von Booten, die darauf hindeutete, dass ein Jaguar gesichtet wurde. Zuerst bewies die Geräuschkulisse die Anwesenheit dieses imposanten Tieres, dann kam er aus dem Dickicht heraus und wir konnten ihn in voller Größe bewundern. Insgesamt hatten wir auf dieser Bootstour das Glück, 5 Jaguare aus unmittelbarer Entfernung sehen zu können. Das war neben dem Piranha-Fischen, den Reit- und Schnorcheltouren und den verschiedenen Tierbeobachtungen wohl der schönste Abschnitt dieser Reise.

Ein Gelbbrustara Ein Tucan Die Wasserfälle von der argentinischen Seite aus

Ein Highlight erwartete uns noch – die weltberühmten Wasserfälle von Iguaçu! Hier hatten wir etwas Pech mit dem Wetter. Die brasilianische Seite der Fälle haben wir uns im strömenden Regen angeschaut. Aber nichts für ungut, Wasser von oben und von unten, was will man mehr? Argentinien wartete dafür am nächsten Tag mit Sonne auf und ermöglichte uns viele tolle Fotos an dem beeindruckenden Fall „Devils throat“. Am Ende unserer Reise konnten wir noch einen wunderschönen ausgewachsenen Tucan sehen, direkt vor uns in einem Baum lies er sich von allen Seiten bewundern.

Kaum zurück in Deutschland habe ich Brasilien auch schon wieder vermisst. Es wird nicht meine letzte Reise in dieses vielseitige, riesige und facettenreiche Land gewesen sein!

(Bilder von Martin Aßmuth, Peter Finger und Lucia Hellmanns)

Wenn Ihr Fragen zu dieser Tour oder weiteren Brasilien-Angeboten habt, erreicht Ihr mich unter folgendem Kontakt.

Markus Recknagel

Abteilungsleiter Lateinamerika bei DIAMIR Erlebnisreisen
Seitdem ich nach dem Abitur quer durch Südamerika gereist bin, acht Jahre in Ecuador meinen Lebensmittelpunkt hatte und in exotischen Destinationen wie Guyana und vor allem Kolumbien intensive Reisen unternommen habe, lässt mich der Virus der unbeschwerten Lebensart der Latinos nicht mehr los. Ich bin leidenschaftlicher Fotograf und teile meine Reiseerfahrungen gern auf Tourenleitungen und Vortragsreihen mit reisebegeisterten Leuten.

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