Anzeige

Kunst & Kultur

Die brasilianische Kunst ist untrennbar mit dem brasilianischen Licht und eng mit den Trends und Moden anderer Länder verbunden. Ist das Licht ein Charakteristikum der brasilianischen Kunst, so ist die Originalität ihrer herausragenden Künstler ein anderes. Der Ursprung allen Schaffens liegt zudem im Glauben und der Religion der Brasilianer und begann mit der Sakralkunst während der Kolonialzeit. Die meisten kirchlichen Bauten entstanden im Auftrag der Jesuiten-, Franziskaner- und Benediktinerorden. , die prunkvolle Ausstattung der Kirchen nahm mit den grossen Goldfunden ab 1695 zu, besonders in Minas Gerais. 1922 lösten sich die Künstler nach der Woche der Modernen Kunst in São Paulo von der akademischen Tradition Europas. Man gab nun einheimischen Themen den Vorrang vor europäisch beeinflussten Inhalten. Einige von Brasiliens führenden Künstlern gehörten einer heterogenen Bewegung an, die als die „Gruppe der 19“ bezeichnet wurde. Diese Künstler stellten erstmals Ende der vierziger Jahre in der Galerie Prestes Maia in São Paulo aus. Künstler, die in anderen Ländern geboren wurden, aber in Brasilien eine zweite Heimat gefunden haben, konnten zum Teil großen Einfluss auf das kulturelle Leben des Landes nehmen. Die Gegenwartskunst lässt sich immer weniger einheitlich bestimmen. Nach Phasen der „Neuen Objektivität“ in den 60er Jahren, den nachfolgenden Moden des Happenings und der Performance sowie der Post-Moderne in den 80er Jahren lässt sich heute kein entsprechendes Schlagwort mehr finden.