Anzeige

Dschungel im Norden

Dschungel im Norden

Dschungel im Norden

Den größten Teil des Nordens beansprucht das Amazonastiefland, das sich in den sumpfigen Igapó, die Várzea-Uferflächen des Amazonas und die Terra Firme unterteilt. Das Becken des Amazonas umfasst gut ein Drittel der Landesfläche und ist das größte zusammenhängende Waldgebiet der Erde. Etwa ein Fünftel des Süßwasservorrats unseres Planeten staut sich in den zahlreichen Flussarmen. Das außerdem bisher wenig erforschte Bergland von Guyana kann mit dem Pico da Neblina (3.014 m) als höchsten Berg Brasiliens aufwarten.

Die Hauptstadt vom Bundesstaat Amazonas, Manaus, liegt direkt am Ufer des Rio Negro und ist vom amazonischen Urwald umgeben. Sie ist Mittelpunkt der nördlichen Region, die sich zudem aus Acre, Pará, Rondônia, Tocantins, Amapá und Roraima zusammensetzt. Das gesamte Territorium nimmt ungefähr 52 % des gesamten Landes ein und wird auch als das „grüne Paradies“ bezeichnet. Eines der spektakulärsten Naturwunder überhaupt ist der Zusammenfluss vom Rio Negro und dem Rio Solimões, wo sich kilometerlang zwei Farbteppiche nebeneinander her bewegen.

Den Ufern des Rio Amazonas und seinen Nebenflüssen entlang folgend, stösst man auf flachgelegene Landflächen aus der Neuzeit, welche von einer Vielzahl älterer Terrassen bzw. Plateaus umgeben sind. An den Ausläufern der Ebenen grenzen die wahrscheinlich höchsten Gebirgszüge Brasiliens, beeindruckende Gipfel sind zum einen der Pico da Neblina mit seinen 3.000 m und der Monte Roraima mit seinen 2.875 m in der Grenzregion zu Venezuela und Guayana.

Auf dem Amazonas unterwegs

Auf etwa 10.000 schätzt man die Zahl der Baumarten in den Tropischen Regenwäldern der Erde, davon sollen rund 3.000 in Amazonien heimisch sein. Die Lianen, die populärsten Urwaldpflanzen, haben eine hochspezialisierte Form des Kletterns und Schlingens vom lichtlosen Boden zum sonnigen Baumkronendach entwickelt. Die Baumwürger hingegen stülpen sich dem ausgesuchten Stützbaum eigens über. Die bekanntesten Vertreter der Luftpflanzen, sind die rund 25.000 Orchideenarten. Sie sitzen auf Ästen und sammeln über trichterartige Blätter reichlich Wasser, worin sich eine spezielle Fauna, vor allem Frösche und Insekten in ihrer Umgebung ansammeln.

Der Artenreichtum der Flora setzt sich in der Üppigkeit der Fauna fort. Zwei Drittel der Säugetiere im Regenwald sind nachtaktiv und schwer auszumachen. Dazu gehört auch der Jaguar oder das größte heimische Landsäugetier, der Flachland-Tapir. Andere im Amazonasbecken lebende Arten sind der Ameisenbär, das Faultier oder die Gattung der Affen, deren riesige Greifschwänze charakteristisch für die meterhohen Baumkronen sind. Die größte Riesenschlange der Welt ist die Anakonda, dessen längstes Exemplar bis zu 8,5 m gemessen haben soll. Außerdem finden unzählige Papageien-Arten, Reiher, Kormorane, Eisvögel und Enten hier einen reich gedeckten Tisch an Fischen, Früchten und vor allem Insekten.

.

– Anzeige –

Peru • Bolivien • Brasilien

Transamazonica – Von Machu Picchu nach Manaus
19 Tage Naturreise und Regenwaldexpedition ab 2790 EUR

  • Abenteuerreise mit Expeditionscharakter – teils fernab touristischer Infrastruktur
  • Perus Highlights: Machu Picchu & ehemalige Inkahauptstadt Cusco (UNESCO)
  • Faszinierende Tierbeobachtungen im Naturparadies Manu NP (UNESCO)

Erste Bemühungen und Projekte versuchen den Reichtum an Wasser und Mineralien, Holzreservate, Früchte, Samen, Fasern sowie weiteren Produkten des Waldes zugunsten seiner Bewohner zu nutzen und zu vermarkten. Der Norden Brasiliens steht an der Schwelle touristisch die wohl bedeutendste Region zu werden und mit der Entwicklung des Ökotourismus von Tag zu Tag mehr Besucher in den Dschungel Brasiliens zu locken.