Brasilien Reisemedizin

Reisegesundheit in Brasilien

Vorgeschriebene und empfohlene Brasilien-Impfungen

Für einen Brasilien-Aufenthalt werden keine Reiseimpfungen vorgeschriebenen. Dennoch empfehlen wir einige Impfungen zum persönlichen Gesundheitsschutz. Je nach Zielgebiet der Reise gibt es unterschiedlich Ansteckungsrisiken.

  • Gelbfieber: Ein Impfschutz gegen Gelbfieber wird dringend empfohlen, da sich in der Vergangenheit ungeimpfte Urlauber in den Gebieten des Bundesstaates Rio de Janeiro infiziert haben. Speziell in den Bundesstaaten São Paulo, Paraná, Santa Catarina, Minas Gerais und Mato Grosso ist das Ansteckungsrisiko seit dem Jahr 2016 besonders gestiegen. Die Gelbflieber-Immunisierung muss bis 10 Tage vor Abreise erfolgen.
  • Standardimpfungen: Machen Sie einen Termin beim Hausarzt und legen den Impfausweis vor. Dieser sollte, unabhängig vom Reiseziel, immer auf dem neuesten Stand sein. Viele missachten die Zweitimpfung gegen Masern, die enorm wichtig ist.
  • Reiseimpfungen: Hepatitis A (gegen Keime durch verunreinigtes Wasser beim Gemüse- und Obstwaschen oder an Händen), Hepatitis B (bei engem Kontakt zur Bevölkerung), Tollwut (der Impfstoff ist nicht immer in der Schnelle verfügbar, wie er nach einem Tierbiss benötigt wird) und ggf. Typhus.
  • Zika-Virus: Obwohl aktuell keine neuen Erkrankungen veröffentlicht wurden, sind Reisen für Schwangere und Schwanger-Werden-Wollende nach Brasilien nur im Notfall zu empfehlen. Es gibt keine Therapie gegen die Infektion und auch keine Prophylaxe. Das Virus hat sich zwischen Oktober 2015 und Mai 2016 besonders stark ausgebreitet und wird durch den Stich einer infizierten Mücke der Gattung Aedes übertragen. Männer, die weniger als sechs Monate aus einem Übertragungsgebiet zurückgekehrt sind, können mit ihrem Sperma Frauen anstecken. Auf eine Schwangerschaft sollte man sechs Monate nach der Rückkehr verzichten.

Malaria in Brasilien: Provinzen und Gebiete mit Risikopotenzial

In Brasilien besteht ganzjährig das Risiko, sich mit Malaria zu infizieren. Je nach Reiseziel sind die Ansteckungswahrscheinlichkeiten unterschiedlich hoch:

  • Besonders hoch: In den Provinzen Acre (im Grenzgebiet zu Perù), Rondônia (im Grenzgebiet zu Bolivien) und Roraima (im Grenzgebiet zu Venezuela/Guyana)
  • Gemäßigtes Malaria-Risiko: In den Provinzen Amapà, Amazonas, Maranhao (W), Mato Grosso (N), Parà (außer Belèm City), Tocantins (W) und den Außenbezirken der Städte Pôrto Velho, Boa Vista, Macapà Manaus, Santarém, Maraba, Rio Branco und Cruzeiro do Sul.
  • Kein Malaria-Risiko: Ostküste inkl. Fortaleza, Recife, Iguaçu und die meisten Stadtzentren

Unbedingt in der Reiseapotheke gehört eine Notfallmedikation (Stand-by), die man bei Grippesymptomen mit Verdacht auf Malaria einnimmt. Die Inkubationszeit des Malaria-Virus beträgt 5 Tage, das heißt, dass bei äußerst kurzen Brasilien-Aufenthalten auf eine Selbstmedikation verzichtet werden kann, weil Urlauber dann schon wieder zurück nach Deutschland gekehrt sind und sich ab dem 6. Tag der frühesten Ansteckung auf den Erreger testen lassen können.

Gesundheitsmaßnahmen für Brasilien-Urlauber

  • Die graubraune Anopheles-Mücke sticht in den allermeisten Fällen zwischen 22:00 und 02:00 Uhr nachts, daher sollte man sich in den Risikogebieten zu dieser Zeit nur im Notfall aufhalten und Expositionsprophylaxe betreiben (lange Kleidung, Repellents).
  • Das Repellent mit den Wirkstoffen DEET, Icaridin oder Bayrepel® sollte am späten Nachmittag aufgetragen werden. Sonnencreme gehört darunter.
  • Schweiß und Duftstoffe ziehen Mücken an: Daher stets regelmäßig duschen und auf Parfum verzichten.
  • Bei Wärme und Feuchtigkeit muss das Mücken-Repellent alle zwei Stunden aufgetragen werden.
  • Die Aedes-Mücke, die das Dengue-Fieber-Virus überträgt, sticht außerdem auch tagsüber: Daher auch tagsüber vor Mückenstichen schützen.
  • Empfohlene DEET-Wirkstoffkonzentration: Weniger als 20% ist nicht empfehlenswert : 1 bis 3 Stunden Wirkung, 30%: bis 6 Stunden Wirkung, 50%: bis 12 Stunden Wirkung – mehr als 50 % DEET-Wirkstoffkonzentration wird nicht empfohlen und kann gesundheitliche Folgen nach sich ziehen (Hautreizungen, Leberwertveränderungen und Störungen des Nervensystems)
  • Schlafen nur mit Moskitonetzen!
  • Das Trinken von Mineralflaschenwasser schützt empfindliche Menschen vor Durchfallerkrankungen (nicht jeder reagiert gleich auf Leitungswasser. Brunnen- oder Leitungswasser wird im Zweifelsfalle nicht zum Trinken empfohlen, außer man kocht und filtert es.
  • Für Speisen gilt: Rohes, ungekochtes und ungeschältes lieber liegen lassen (Obst, Fleisch, Eier), offenes Essen wie Buffet vermeiden, rohes Gemüse vermeiden, wenn unklar ist, ob es mit frischem, unkontaminierten Leitungswasser gewaschen wurde.
  • Einen guten Food and Drink-Safety-Guide kann man sich hier herunterladen.
  • Eine Auslandskrankenversicherung für Brasilien ist in jedem Falle Pflicht!

Gesund und sicher durch Brasilien? Mit einer Reiseleitung haben Sie immer einen kompetenten Ansprechpartner!

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