Blick von Rocinha auf Rio de Janeiro

Brasiliens Südosten – Region der Superlativen

Brasiliens Südosten
Brasiliens Südosten

Das wirtschaftliche Herz Brasiliens liegt ohne Zweifel im Südosten des Landes. Im pulsierenden Dreieck zwischen den Millionenmetropolen Belo Horiozonte, São Paulo und Rio de Janeiro zeigt sich eine hoch entwickelte Nation, deren sozialen Kontraste hier mit am größten sind.

Die Region der Superlative vereint in sich den größten Urbanisations-Index und Energieverbrauch, extrem hohe Steuereinnahmen, die meisten Universitäten, Ausbildungsstätten und Forschungszentren sowie die beste Infrastruktur  Brasiliens.

  • Bundesstaaten in Brasiliens Südosten: Espirito Santo, Minas Gerais, Rio de Janeiro und São Paulo
  • Fläche und Ausdehnung des Südostens: 924.000 km² entsprechen mehr als 11 % der Gesamtfläche Brasilien

Touristische Reiseziele im Südosten

Die beiden Boomtown-Städte Rio de Janeiro und São Paulo stehen für viele Reisende auf der Besucherliste. Dazwischen liegen mit der Ilha Grande und Paraty wunderschöne Strandorte bzw. -inseln.

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Besonderheiten des brasilianischen Südostens

Im pulsierenden Südosten treffen Urbanisierung und Industrialisierung in höchster Konzentration aufeinander, in welcher fast die Hälfte der brasilianischen Bevölkerung lebt. All diese Faktoren begünstigen das enorme Wachstum der Region; bringen aber auch Armut, politische Misswirtschaft, Korruption und eine hohe Kriminalitätsrate mit sich.

Doch trotz aller gesellschaftskritischer Rahmenbedingungen weist die Region auch eine enorme Vielfalt interkulturellen Lebens auf. Und so protzt die Hauptstadt Rio de Janeiro weiterhin mit ihren beiden Postkartenmotiven „Zuckerhut“ und „Corcovado“, während São Paulo immer mehr in die Breite wächst. Lange, durchtanzte Nächte, energiegeladene Fußballspiele und endlos weiße Strände.

Der Südosten ist mehr als nur ein negativbehafteter Schmelztiegel der Kulturen. Sein unermässlicher Wert besteht unter anderem an den in den Serras gelagerten Bodenschätzen. Diese Hügellandschaften mit einer Höhe von durchschnittlich 800 – 1.000 m sind typisch für die Oberflächenbeschaffenheit hier vor Ort. Von Süden nach Norden erstreckt sich zunächst die in Küstennähe befindliche „Serra do Mar“, in nördlicher Richtung landeinwärts schließt sich die „Serra da Mantiqueira“ an und noch weiter nördlich die „Serra do Espinhaço“. Die einzelnen sind oft durch Flüsse getrennt wie dem im Südosten beginnende Rio São Francisco.

Flüsse und Natur im Südosten

Die unzähligen wasserreichen Flussläufe, die einst die natürlichen Verkehrswege zur Urbarmachung des Landesinnern darstellten, werden heute zur Ausübung der verschiedensten Wassersportarten genutzt.

Die natürliche Vegetation der höher gelegenen Flächen, dem Inneren der Täler sowie in den Schutzgebieten und privaten Besitzgütern besitzen einen einzigartigen Artenreichtum. Die Regierung ist bestrebt, diese ökologischen Schätze durch einen organisiert kontrollierten Ökotourismus zu schützen und bei der Gründung von Nationalparks und Reservaten stets die Natur im Blick zu haben.

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