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Speisen in Brasilien

Speisen und Getränke in Brasilien

Was ist typisch brasilianisches Essen? Während Caipirinha das erste ist, woran Europäer bei brasilianischen Kulinarika denken, hat die Küche noch einiges mehr zu bieten. Wer sich auf Brasilien-Reise begibt, kann sich in diesem Artikel inspirieren lassen, was einen auf der Speisekarte erwartet.

Das Essensangebot in Brasilien variiert, je nachdem, in welcher Region man sich aufhält. Die riesigen Distanzen sorgen dafür, dass im Norden und Süden die typischen Speisen gegenseitig völlig unbekannt sein können.

Ausserdem haben Einwanderer die brasilianische Küche maßgeblich mitgprägt: In einigen Gebieten des Südens merkt man den deutschen Einfluss, die italienischen und japanischen Einwanderer haben die Küche in São Paulo geprägt. In der Vielfältigkeit liegt der Reiz dieses Landes und seiner Menschen, deren Essgewohnheiten ein Teil ihres Alltags, ihrer Lebensbewältigung und ihrer Lebensfreude sind.

Typisch brasilianische Speisen

Feijoada: Eintopf aus Bohnen, Schweine- oder Rindfleisch und zahlreichen weiteren Zutaten.

Feijoada: Als eine Art Nationalgericht gilt ein deftiger Eintopf – der Feijoada; zubereitet aus schwarzen Bohnen, Rind- und Schweinefleisch, Speck oder Wurst, Knoblauch und Pfeffer. Selbst Ohren, Rüssel und Ringelschwanz vom Schwein werden als Geschmacksgeber mitgekocht. Einheimische bevorzugen das Gericht als einfache Tagesspeise, das zusammen mit Reis, Grünkohl und Farofa (geröstetes Maniokmehl) angeboten wird. Ursprünglich wurde es als billiges Essen für die Sklaven aus Resten gemacht.

Churrasco-Grill
Typisch brasilianisch: Churrasco-Grill

Churrasco Misto: Die ursprünglich aus dem Süden stammende Speise Churrasco Misto ist ganz einfach Fleisch über offenem Feuer gegrillt. Die meisten Churrascarias bieten den Spießbraten als Rodizio an: zu einem festen Preis kann der Gast von mehreren Fleischsorten essen, soviel er will. Die Kellner bringen Spieße mit gegrilltem Rind- und Schweinefleisch, Hühnchen und Würsten an die Tische und schneiden die gewählten Stücke ab.

Grundzutaten: Die Grundzutaten vieler brasilianischer Desserts sind sehr oft Früchte, Kokosnuss, Eigelb oder Milch. Kokosnuss erscheint auf verschiedenste Art als Nachspeise oder Bonbons. Quindim, beispielsweise, ist eine reichhaltige Kokosnuss-Eiercreme; „Doce de leite“ ähnelt der Crème Karamel; „Pudim de leite“ steht für einen süßen Pudding, der aus süßer Kondensmilch und Karamellsirup gemacht wird.

Ein typisch brasilianisches Grillfest, Churrasco, mit Blick aufs Meer in Rio de Janeiro wird für Sie organisiert!

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Kräuter & Gewürze in der brasilianischen Küche

In Brasilien gehören frische Korianderblätter als unentbehrliche Zutat zu Fisch- und Krabbengerichte. Sie verleihen den Speisen einen eigenen Geschmack, der nicht durch die Zugabe von gemahlenen Koriander erreicht werden kann. Koriander lässt sich wie Petersilie selbst ziehen. Auch die Blätter sind denen der Petersilie sehr ähnlich.

Außerdem ist Knoblauch in der brasilianischen Küche ein fester Bestandteil vieler Gerichte. Man verwendet ihn mäßig, aber regelmäßig fein zerdrückt. ür eine frische Note beim kochen sorgt die Kräutermischung „Cheiro Verde“ aus Petersilie, Schnittlauch, Koriander und grüner Minze. Diese wird oft zusammen im Bund mit den Speisen mitgekocht, vor dem Servieren jedoch herausgenommen.

Der „Pimente do Reino“ (Königspfeffer) ist unserem schwarzen Pfeffer gleichzusetzen. Spricht man heute von „Pimenta Malagueta“, so meint man meist die kleinen, frischen oder getrockneten Pfefferschoten (Chilis). Sie fehlen in keinem Haushalt. Ihr Geschmack ist nicht nur scharf, sondern sehr aromatisch. Die Schoten sind ein raffinierte Würzmittel, sehr gesund und wirken antibakteriell.

Typisch brasilianische Getränke: Alkoholisches und Nicht-alkoholisches

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Typisch brasilianische Cachaça-Marke als Zutat für Caipirinha

Als typisch brasilianische Getränke gelten die Batidas und der Caipirinha, Cocktails mit dem typischen Zuckerrohrschnaps – Cachaça, Limonen, viel Eis und Zucker. Ein Cocktail nach traditioneller, brasilianischer Art, hergestellt mit Bio-Cachaça ist Chjlya Cachaca-Limette.

Bei der Abwandlung Caipirosca dient Wodka als Grundstoff. Jede Region rühmt sich ihrer eigenen Cachaça. Die traditionellen Brennereien liegen in Minas Gerais, Rio de Janeiro, São Paulo und im Nordosten, wo Zuckerrohr seit langem angebaut wird.

Großer Beliebtheit erfreuen sich immer mehr die brasilianischen Biere (Antarctica, Brahma) und verdrängen langsam den Cachaça von Position Eins der Nationalgetränke.

Unter den nicht-alkoholischen Getränken sind die frischen Fruchtsäfte ein wahrer Genuss. In vielen Ortschaften oder am Straßenrand wird außerdem oft das Água de Côco, der Saft der noch grünen Kokosnuss, sowie Caldo de Cana, frisch gepresster Zuckerrohrsaft, angeboten.

Guaraná, ein aphrodisierendes, alkoholfreies Getränk der Indigena aus Amazonien, wird überall wie eine Art nationale Coca-Cola verkauft.

Der „Cafézinho“ (Kleiner Kaffee) ist an allen Ecken zu bekommen. Der Kaffee wird dunkel geröstet, fein gemahlen, stark und mit sehr viel Zucker getrunken. Kaffee mit heißer Milch – Café com Leite – ist in ganz Brasilien das traditionelle Getränk zum Frühstück.

Bars & Restaurants in Brasilien: Welche Gepflogenheiten gibt es?

In Brasilien trifft man Freunde und Kollegen nicht Zuhause, sondern eher unterwegs. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die „Boteco“ – einfache Bars, in denen Kleinigkeiten wie Muscheln, Krebse, gegrillte Fische, aber auch Appetithappen aus Fleisch angeboten werden.

Kleidungsvorschriften sind eher selten; allerdings achten die Türsteher auf geschlossene Schuhe! Die besseren, strandnahe Gaststätten darf man nur mit einem Kleid oder T-Shirt drüber in Bikini oder Badehose betreten.

Generell wartet man am Eingang des Lokales, bis einem ein Tisch zugewiesen wird. Brasilianische Restaurants bieten ein Couvert, bestehend aus Brot und Butter, an. Scheuen Sie sich nicht, dieses abzulehnen. Es kostet extra und muss auf den Menu-Preis aufgeschlagen werden.

Die günstigen Restaurants finden sich häufig in den Geschäfts-, Markt- und Industrievierteln. Die Tageskarte ist auf einer Tafel vor der Tür angeschrieben. Das Trinkgeld von 10% wird meist auf den Preis aufgeschlagen.

Die meisten Brasilianer essen relativ spät abends, daher kann es ab 22:00 Uhr in den von Einheimischen frequentierten Restaurants zu kurzen Wartezeiten kommen. Die Portionen sind riesig, denn für den, der es sich leisten kann, dort zu essen, soll Überfluss demonstriert werden.

Preisniveau für Brasiliens Speisen

Dass Brasilien kein günstiges Land wie etwa Kolumbien ist, wird schon bei der Reisevorbereitung schnell klar. Wer kein All-Inclusive oder eine feste Gruppenreise gebucht hat, sollte als Verpflegungstagespauschale etwa 15 bis 25 US-$ kalkulieren. Das entspricht etwa 58 bis 100 Real oder 13 bis 22 Euro. Ein einfaches Tellergericht gibt es in Brasilien schon ab 3 US-$.

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